Berlin - Banyan Workshop 4













THE BANYAN TREE
ART + ENCOUNTER

Workshop "Print"
Stattknast Berlin Neukölln
28. Sept. - 10. October 2009

Sakarin Krue-on, Thailand
Veronika Radulovic, Berlin

Veronika Radulovic: "After the first talks with Karin and Dirk by "Stattkast", 5 young people were ready to participate in a screen printing workshop, the theme should be "trees" in urban space. After the first and openly expressed dislikes against art, we met with them.

The first day was designed as a collection of ideas: to meet, exchange of ideas and stimulate interests. All this took place at the big conference table, on which lay a canvas in the form of a tablecloth. Using any materials, all participants, including Karin and Dirk, were able to draw on the tablecloth, write, or whatever. It was important to do that without guidelines, plans or other restrictions.

It turned out, both quite productive and destructive, especially by one young man ... Interest initially was not to the project and the option of printing, but rather: "ey man, you come from but Thailand ... do you know thai boxing? "...

Due to some personal conversations, but also by the scribblings on the cloth, there were some relations to family trees, belonging, roots, etc.,
Particular the branching compound in the group itself, the motifs as they came out were for example national flags or song texts by the german rapper Buschido .. Positive conclusion of the day was a shared meal.

Due to the illness of a participant, the group shrank to 2-3 participants ...

The discussions became more intense, and also the own contributions of the young people on our tablecloth, which became more and more a kind of an object -- artwork - mural painting.

The issue was finally ... "We as a group," what are we? what leads us together, where our "other roots," when do we have to go back apart. Particularly exciting for the young people was the possiblity to print their portrait on the cloth, and with the help of the software Photoshop, to edit their own portraits ... Similarly, the possibility to print themself onto a t-shirt or a sheet, which was first commented with derogatory remarks , but then implemented in a very concentrated way.

The 3rd and 4 day was marked by the printing and also finding a appropriate motto. When printing, we developed a good pace and
interaction. The two young people even showed a certain sense of duty, and they cleaned without prompting the tools, etc.

Remarkable was the dedicated,lovely work of ironing the various self-printed t-shirts and a pillows. The boy was obviously proud about what has emerged. And there was no complaining any more.

Also notable was the collaboration with Karin and Dirk, their good tone and the really quite lovely hospitality! That was great.

Also notable was, what have received in such a short time.

DER BANYANBAUM
KUNST + BEGEGNUNG

Workshop "Druck"
Stattknast Berlin Neukölln
28. Sept. - 10. October 2009

Sakarin Krue-on, Thailand
Veronika Radulovic, Berlin

Veronika Radulovic: "Nach den ersten Vorgesprächen mit Karin und Dirk von "Statt-Knast" waren 5 Jugendliche bereit an einem Siebdruckworkshop teilzunehmen, bei dem es im weitesten auch um "Bäume" im Stadtraum gehen sollte. Nach ersten und offen bekundeten Abneigungen gegen Kunst, trafen wir uns mit ihnen.

Der erste Tag war als Ideensammlung konzipiert: gegenseitiges kennenlernen, austauschen und anregen von Ideen und Interessen. All das fand an dem großen Besprechungstisch statt, auf dem eine Leinwand in Form einer Tischdecke lag. Mit Materialien jentweder Art konnten alle Teilnehmer, einschließlich Karin und Dirk, auf der Tischdecke zeichnen, schreiben oder was auch immer. Wichtig war dabei, dieses ohne Vorgaben, Plan oder sonstige Einschränkungen zu tun.

Das gestaltete sich sowohl recht produktiv als auch destruktiv, insbesondere durch einen Jugendlichen... Interesse fand zunächst einmal nicht das Projekt, die Möglichkeit des Druckens sondern eher: "eh, du kommst doch aus Thailand... kennste thaiboxen"...
Aufgrund einiger persönlicher Gespräche, aber auch der Kritzeleien auf dem Tuch, gab es irgendwann einen Bezug zum Familienstammbaum, Zugehörigkeit, Verwurzelung etc. insbesondere auch der Verzweigung und Verbindung in der Gruppe selbst. Bildmotive die so "rausflossen" waren zum Beispiel Nationalflaggen oder Buschido-Texte.. Positiver Abschluss des/der Tage war ein gemeinsames Essen.

Durch die Erkrankung eines Teilnehmers schrumpfte die Teilnehmerzahl auf 2-3 teilnehmer...

Die Gespräche wurden intensiver und auch die eigenen Beiträge der Jugendlichen auf unserer Tischdecke, die mehr und mehr zu "einem Objekt - Kunstwerk - Wandbild" wurde.

Das Thema wurde letztendlich... "wir als Gruppe" was sind wir ? was führt uns zusammen und wo sind unsere "anderen Wurzeln" und wann gehen wir wieder auseinander... besonders spannend fanden die Jugendlichen die Möglichkeiten ihr Portrait auf der Decke zu drucken und mit Photoshop ihre und auch unsere Portraits zu bearbeiten... Ebenso die Möglichkeit sich selbst auf ein T-Shirt oder ein Bettlaken zu drucken wurde zwar auch erst mit den abfälligen Bemerkungen kommentiert, dann aber doch sehr konzentriert umgesetzt.

Der 3. und 4. Tag stand im Zeichen des Druckens und auch das Finden eines passenden Mottos. Beim Drucken selbst entwickelte sich Tempo und gutes Zusammenspiel... die beiden Jugendlichen zeigten sogar ein gewisses Pflichtbewußtsein und reinigten ohne Aufforderung Rakel etc.

Bemerkenswert war das liebevolle Bügeln verschiedener selbstbedruckter T-Shirts und eines Kopfkissens... der Junge schien sichtlich stolz auf das zu sein, was da entstanden ist... es mäkelte auch niemand mehr rum.

Bemerkenswert war auch die Zusammenarbeit mit Karin und Dirk, ihr guter Umgangston und die eigentlich geradezu liebevolle Bewirtung !! das war toll.

Bemerkenswert war auch, dass wir in der Kürze der Zeit überhaupt was ansehnliches zustande bekommen haben."